Google Books und andere Gemeinheiten

Während sich manche Verfasser wichtiger Werke
mit monopolistischen Forderungen regelrecht das Wasser abgraben, dürften es andere Autoren, meist jenseits des Atlantiks, mit Google Books wesentlich leichter haben, weltweit gehört und bekannt zu werden. Europa, insbesondere Deutschland mit seinem Bestreben des Eigentums und Urheberschutzes sollte Umdenken, ansonsten besteht tatsächlich die Gefahr, dass die Werke der Dichter und Denker in Vergessenheit geraten könnten. Vor allem, würde man den Bestrebungen des Heidelberger Apelles Folge leisten.
Es ist in der Tat nicht einfach, sein Werk gewinnbringend zu veröffentlichen. Ebenso wenig ist es allerdings auch sinnvoll, Publikationen und Veröffentlichungen aus Gründen des Urheberrechtes so zu formatieren, daß ein möglichst kleines Klientel darauf zugreifen kann. Mittelalterliche Zustände quasi. Wäre es nicht sinnvoller, alle möglichen Werke einer breiten Schicht von Lesern zugänglich zu machen? Google kann es, auch wenn man über die Verbreitungsform streiten kann. Während also Künstler und Autoren sowie die verdienenden Verlage den Suchmaschinenprimus als die Büchse der Pandora betrachten, sollte man sich in Zeiten des Internets ohnehin über neue Publikationswege Gedanken machen. Der Schutz des Urheberrechtes würde sich auch mit Googleschen Mitteln durchsetzen lassen. Ohnehin hat Google mit seiner multimedialen Suchfunktion eine Revolution ausgelöst, die sich für einige schmerzhaft darstellt, allerdings nur, weil sie die Möglichkeiten, die sich bieten, noch nicht begriffen haben. Wie meistens ist Amerika in diesen Dingen wieder einmal Vorreiter. Die Frage, ob sich Eigentümer verschiedenster Werke, die dieselben um jeden Preis geschützt wissen wollen, auf neue Geschäftsmodelle einlassen, ist eher fraglich. Vielleicht traut sich ja die nächste Generation, ihre Veröffentlichungen unter den Schirm eines Gemeinwissens zu stellen. Immherhin existiert ein kleines Dilemma, welches schon manche Autoren aufgezeigt haben, beispielsweise Drehbuchautoren. So behandeln manch fiktive Geschichten das gemeinschaftliche Wissen, ohne dass Fragen des Profites aufkommen. Es gibt mittlerweile einige Filme, die sich mit den Inhalten des Internets beschäftigen, die Frage eines privaten Urheberrechtes wird hierbei kaum gestellt.
Apropos Frage, wie halten es die Eigentümer geistiger Inhalte eigentlich mit dem Allgemeinwissen? In Deutschland kommt regelmäßig die Gretchenfrage auf, wie man es mit dem Allgemeinwissen von Kindern und Jugendlichen hält, nicht in allen Fällen kommt Gutes dabei heraus. Man schiebt es gern auf die Verantwortung eines jeden Menschen selbst, sich zu bilden. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum kaum nur ein gewisser Prozentsatz jüngerer Internetnutzer die Möglichkeiten des Netzes überhaupt nutzt, geschweige, von ihnen überhaupt Kenntnis besitzt. Auch hier steht ein Grundsatz: Wissen ist Macht und Nichtwissen macht eben nichts. Man vergisst allerdings auch ganz leicht, dass sich mit Nichtwissen auch kein Geld verdienen lässt, die Urheberrechte sind hierbei allerdings auch bestens geschützt.
Vielleicht sollten solche Werke als wertlos betrachten lassen. Nicht alles, was teuer ist, ist auch gut.NachGedacht Info

Von den kranken Amerikanern

Daß Amerikaner nicht immer gesund sind, das weiß man seit dem Burger und Co. auch hierzulande so manche Bauchspeicheldrüse gekillt haben.
Im Land der ungeahnten Genüsse hat sich das allerdings noch nicht so ganz herumgesprochen und es wird sich wohl auch nicht tun. Aber was tun, wenn wirklich einmal ein Arzt gebraucht wird? Im Land der ungeahnten Unmöglichkeiten könnte sich das für einige Bevölkerungsschichten als Problem herausstellen, wenn die Arztkosten höher ausfallen als der Kontostand es erlaubt. Gesundheit ist eben teuer.
Das weiss vor allem Präsident Obama. Seine Versuche, eine Gesundheitsreform auf den Weg zu bringen, scheinen im ersten Jahr seiner Amtszeit zu scheitern, ähnlich wie Bill Clinton wird auch er keine Reform des amerikanischen Gesundheitswesens zustande bringen. Das wird vir allem auch am Widerstand seiner politischen Gegner scheitern, denen die Politik Obamas in vielen Punkten zu »sozialistisch« ist.
Ist Barack Obama ein sozialistischer Präsident?
Vielleicht ist er es, vielleicht ist er auch nur das Werkzeug ganz anderer Interessensgruppen. Fakt ist, eine Staatsverständnis, wie es in Europa der Fall ist, gibt es in den Vereinigten Staaten nicht, dort reguliert und zementiert der Staat nicht einmal in Bereichen, die für jeden Europäer selbstverständlich wären. Beispielsweise die Gesundheit. Obama hätte in den meisten Europäischen Ländern eine breite Zustimmung zu seiner Gesundheitsreform erfahren und sie würde in Europa mit Sicherheit auch vieles bewegen. In den USA hingegen fürchtet die private Gesundheitsindustrie massive Behinderungen durch die angebliche staatliche Überreglementierung. Da fragt sich nur, wieso man 47 Millionen Menschen ignoriert. 47 Millionen Menschen, die ebenfalls einer gesundheitlichen Fürsorge bedürfen.
Eine kleine aber stetig wachsene Lobby scheint es für die Versicherungslosen dennoch zu geben. Ein gewisser Prozentsatz von US-Ärzten soll sich demnach hinter die geplante Reform des Präsidenten stellen, einige sollen sogar komplett für ein staatliches System stehen. Nun ist die Frage, was die Ärzte wirklich antreibt, die Obamas Projekt befürworten. Sind es wirtschaftliche Gründe oder treibt sie derselbe Patriotismus? Fakt ist zumindest eines, die Gesundheitsfrage wird die USA auch noch nach Obama spalten und das Gesundheitssystem selbst wird die USA in Teilen auf den Stand eines Entwicklungslandes zurück fallen lassen, nur weil einige reicher sein wollen als andere.
Vielleicht sollten Obamas Gegner eine Legislaturperiode lang komplett ohne gesundheitliche Unterstützung leben, vielleicht wissen sie dann, wie schmerzhaft Verrecken sein kann.
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Muntaser al-Saidi - Der Held von Bagdad ist frei

Einst hatte er George W Bush mit Schuhen beworfen.
Nun ist Muntaser al-Saidi wieder in Freiheit und mit großer Wahrscheinlichkeit ein schwer reicher Mann, noch immer ein Held und noch immer der Journalist, der dem Erzfeind beleidigend die Schuhe entgegen warf.
Reich wird er nun wirklich sein, er ist der wohl bekannteste Mensch nach dem Propheten und bin Laden in der islamischen Welt. Wie wird es aber mit al-Saidi weiter gehen? An journalistisches Arbeiten wie bisher dürfte kaum zu denken sein, ein paar Millionen Muslime dürften al-Saidi nun auf die Finger schauen und das mag, vor allem in dieser Situation nicht wirklich angenehm sein. Immerhin aber hat er sich mit seinem Schuhewurf auf Bush eine immens große Fanschar und Leserschaft geschaffen. Auch für den Sender Al-Baghdadija dürfte sich das Angagement lohnen denn al-Saidi ist sein Angestellter. Es versteht sich beinahe von selbst, dass Lybiens Staatschef Gaddafi den Journalisten mit Auszeichnungen behängt. Es soll eine Tapferkeitsmedaille sein. Ausgesorgt hat er zumindest und al-Saidi ist der Beginn einen neuen Personenkultes. Stilisiert und verklärt wird der Schuhewurf schon seit längerem, wie man einen Menschen gottgleich stellt, zeigt AP.
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Ein neuer Handelsstreit?

Finanziell sind die Vereinigten Staaten von China abhängig
aber man bremst chinesische Importe und belegt sie mit immensen Strafzöllen.
Offenbar hat man gegensätzliche Vorstellungen, die eigenen Volkswirtschaften zu schützen. Für die Vereinigten Staaten dürfte sich ein Handelskrieg mit China nachhaltig schädlich auswirken. Fakt ist, der aufkeimende Wirtschaftsstreit hat Auswirkungen, die sich nicht nur auf die USA beschränken werden. Aber ist es eigentlich gerechtfertigt, sich auf den Schutz der Binnenmärkte zu stützen? Auf der anderen Seite stehen Anleihen und der Versuch, die chinesische Wärung weiter abzuwerten. Das verbilligt die Warenströme aus dem Reich der Mitte und diese überschwemmen regelrecht jede Wirtschaft. Nicht nur in den USA, beinahe überall sind Waren zu finden, die aus China stammen, eine andere Frage ist deren Qualität. Es wird in den Vereinigten Staaten nicht anders sein als beispielsweise in Deutschland.
Präsident Obama sitzt irgendwie in der Zwickmühle. Dem Anleihengläubiger auf der einen stehen Menschen auf der anderen Seite gegenüber, die möglicherweise ihren Job verlieren. In dieser Situation ist Obama erpressbar, im Grunde steht er chinesischen Forderungen beinahe nackt gegenüber. Das nächste finanzielle Desaster, das sich aus diesem Handelsstreit ergeben könnte, würde die Volkswirtschaften in ähnlicher Weise treffen wie die Bankenpleite. Ob die FED dann noch in in der Lage sein wird, Geld zu drucken und in die Wirtschaft zu pumpen, ist fraglich und Millionenboni bankrotter Banken werden dann Obamas geringstes Problem sein.
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China vs. USA - ein neuer Handelsstreit?

Finanziell sind die Vereinigten Staaten von China abhängig
aber man bremst chinesische Importe und belegt sie mit immensen Strafzöllen.
Offenbar hat man gegensätzliche Vorstellungen, die eigenen Volkswirtschaften zu schützen. Für die Vereinigten Staaten dürfte sich ein Handelskrieg mit China nachhaltig schädlich auswirken. Fakt ist, der aufkeimende Wirtschaftsstreit hat Auswirkungen, die sich nicht nur auf die USA beschränken werden. Aber ist es eigentlich gerechtfertigt, sich auf den Schutz der Binnenmärkte zu stützen? Auf der anderen Seite stehen Anleihen und der Versuch, die chinesische Wärung weiter abzuwerten. Das verbilligt die Warenströme aus dem Reich der Mitte und diese überschwemmen regelrecht jede Wirtschaft. Nicht nur in den USA, beinahe überall sind Waren zu finden, die aus China stammen, eine andere Frage ist deren Qualität. Es wird in den Vereinigten Staaten nicht anders sein als beispielsweise in Deutschland.
Präsident Obama sitzt irgendwie in der Zwickmühle. Dem Anleihengläubiger auf der einen stehen Menschen auf der anderen Seite gegenüber, die möglicherweise ihren Job verlieren. In dieser Situation ist Obama erpressbar, im Grunde steht er chinesischen Forderungen beinahe nackt gegenüber. Das nächste finanzielle Desaster, das sich aus diesem Handelsstreit ergeben könnte, würde die Volkswirtschaften in ähnlicher Weise treffen wie die Bankenpleite. Ob die FED dann noch in in der Lage sein wird, Geld zu drucken und in die Wirtschaft zu pumpen, ist fraglich und Millionenboni bankrotter Banken werden dann Obamas geringstes Problem sein.
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Notlandung mit Müntefering

Es ist noch keine zwei Stunden her,
dass Franz Müntefering an Bord einer Fokker 1000 notgelandet ist. Pressemeldungen nach gab es bei der Landung auf dem Stuttgarter Flughafen nur einige Leichtverletzte. Ob Müntefering darunter war, ist bisher nicht bekannt, also ist der Politiker offenbar wohlauf.
Die Notlandung der Fokker mit einem SPD Politiker sollte man allerdings nicht als als Orakel ansehen, auch wenn die Umfragewerte der SPD in ähnlichem Tiefflug durch die politische Landschaft rausschen. Ein Schelm ist, wer hier Böses denkt.
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Zivilcourage, die morgen wieder vergessen ist.

Es ist nicht die erste Prügelei
die in München stattfand und bei der Menschen ernsthaft zu schaden kam und es wird auch nicht die letzte sein.
Er hat nicht weggeschaut. schreibt die Süddeutsche und beschreibt damit etwas, was in den meisten deutschen Grosstädten nicht selbstverständlich ist, jene besagte Zivilcourage. Am Ende war der 50jährige tot, weil er geholfen hat. Geht es in Deutschland immer so ungesittet zu?
Es wäre falsch zu behaupten, niemand wüsste, woher die Gewalt kommt, die verantwortlichen Politiker wissen es genau aber sie tun auch alles, damit es so bleibt. Das ist keine Frage irgendwelcher Verschwörungspraktiker, es ist eine Tatsache. Wolfgang Bosbach nutzt die Vorfälle natürlich dazu, um weitere Überwachungsmaßnahmen von öffentlichen Verkehrsmitteln zu fordern, ein Punkt, der der beinahe zwanghaften Überwachungssucht des Bundesinnenministers neuen Auftrieb geben könnte. Mittlerweile geht es hier um Mord und die Sittlichkeit der niedrigsten Stufe dürfte den Aktionismus um Jugendkriminalität weiter befeuern.
Man sollte sich auch erinnern, daß Jugendkriminalität ähnlicher Dimension in Ostdeutschland mit der Wiedervereinigung aufgekommen war. Es war vielen Bewohnern der Leipziger und Berliner Plattenbauten klar, daß »die Jugendlichen nur noch auf der Straße herumlungern«, sobald sie nichts mehr zu tun hätten. Tatsächlich wurden beispielsweise in Leipzig unzähliche Jugendclubs und sonstige Beschäftigungsmöglichkeiten abgewickelt,kurze Zeit später stieg in den betreffenden Gebieten die Jugendkriminalität. Ein trauriges Beispiel wäre hierfür die Anfang der 1990er Jahre gebildete Allkaufclique im Plattenbaugebiet Leipzig-Grünau. Tatsache ist, daß hier 12-20jährige, die zuvor betreut wurden, nach der Wende auf sich selbst gestellt, Straftaten wie Körperverletzung, Diebstahl, Raub und Drogenhandel begangen hatten. Die Bemühungen der Stadt Miltitz in dieser Zeit führten dazu, daß sich eher die Polizei um die Jugendlichen kümmerte und man die letzte Möglichkeit einer außerschulischen Betreuung kurzerhand verwarf. Kriminell sind einige der ehemaligen Jugendlichen bis heute. Und in München?
Mit Sicherheit haben die Täter ein ähnliches Leben hinter sich. Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Menschen, der den Tätern jemals Grenzen aufgezeigt hat. Vielleicht lernen sie es während ihrer, sicherlich länger dauernden Haft, was es heisst, zu respektieren und sich wie Menschen zu benehmen.
Dem Opfer der Prügelei auf dem S-Bahnhof Sollm wird es allerdings kaum etwas nützen. Vielleicht wird ein Zeichen gesetzt, ihm dennoch eine Auszeichung für Zivilcourage zu verleihen. Profitieren würde vielleicht das öffentliche Gewissen.
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Die Merkel-Steinmeiersche Therapiestunde

Ein wirkliches TV Duell war es nicht, eher erinnerte es an eine TV Therapiestunde von Frau Krawallas. Es gibt kaum jemanden, der daran zweifelt, dass dies ein langweiliger Abend war. Hätte es wirklich mehr benützt, wenn Frau Kallwas anwesend gewesen wäre?
Das Attribut Duell kann diese Sendung nicht bekommen, eher Verschwendung von Steuergeldern. Die Frage, wer das bezahlen soll, ist eigentlich geklärt, dem Wähler ist hier auf ziemlich eigennützige Weise das Geld aus der Tasche gezogen worden, wobei sich allerdings auch die Frage stellt, wie hoch die Honorare für Jauch, Stoiber & Co. tatsächlich sind. Die Diskussionen, die hinterher aufkamen, sind der Sache, nämlich der Wahl und dem angeblichen TV-Duell kaum dienlich. Vor allem nicht, wenn Politiker aus der Alteisen-Ecke versuchen, die aktuelle Politik zu interpretieren.
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Maulkorb für Buback

Beinahe wäre der Mord an Siegfried Buback
zu einer Aufklärung gekommen und nun ist eine Aufklärung in weitere Ferne gerückt.
Die Frage ist, was die Bundesrepublik gegen Verena Becker ausrichten kann und vor allem, will und ob das freigegebene Aktenmaterial über die Becker der Staatsanwaltschaft tatsächlich ausreicht. Der Auftritt des Sohnes es ermordeten Generalbundesanwaltes, Michael Buback bei Beckmann hat vielleicht zu dieser Entscheidung beigetragen. Die Frage ist, was will Bundesinnenminister Schäuble möglicherweise verschwinden lassen bzw vertuschen? Bubacks Interview bei Beckmann machte deutlich, daß es 1977 möglicherweise zu gravierenden Ermittlungsfehlern gekommen war oder anders herum gelesen, Verena Becker hatte möglicherweise mehr mit dem Verfassungsschutz gemeinsam, als offiziell werden soll. Schützenswerte geheimnisse dürfte es nach mehr als dreissig Jahren nicht mehr geben, die meisten der Beteiligten kommen langsam aber sicher ins Rentenalter und Geschichten aus der Bonner Republik der 70er Jahre dürften langsam nur noch historischen Wert haben. Also was soll das ganze dann?
Buback kann man verstehen, als dass er sich mit dem Tod seines Vaters die ganze zeit auseinandergesetzt hat. Es ist zu verstehen, daß er eigene Ermittlungen geführt hat und plausible Tatabläufe schildert. Aber sind diese nach drei Jahrzehnten noch in den Köpfen der Zeugen gespeichert? In einem Verfahren gegen Verena Becker wären sie kaum relevant. Es ist auch zu verstehen, daß Buback von der Entscheidung, daß die Beckersche Verfassungsschutzakte weiterhin gesperrt bleibt, bitter enttäuscht ist. Für ihn ist mit der Ablehnung eine lang ersehnte Tür zugeschlagen und wann sich eine neue auftut, ist ungewiss. Ebenso ungewiss sind die neuen Erkenntnisse, die man von einer eingesperrten Verena Becker, mittlerweile beinahe sechzig Jahre alt, gewinnen könnte. Was bringt es der Staatsanwaltschaft, wenn Verena Becker alles zugibt, was man ihr vorwirft, nur damit sie Ruhe hat? In welchem Licht steht die Bundesanwaltschaft, wenn sich herausstellt, daß eventuelle Erkenntnisse, die man von der Inhaftierten gewonnen hätte, falsche Erkenntnisse sind? Niemand kann sicher sein, daß sich auch eine Verena Becker an alle Einzelheiten erinnern kann und letztlich bleibt nichts anderes übrig, als nach Aktenlage anzuklagen.
Letztlich war es allerdings auch zu erwarten, daß der StaatssicherheitsBundesinnenminister, der so gerne den gläsernen Bundesbürger hätte, den eigenen Stall verdunkelt. Die Angelegenheit um Verena Becker ist hierbei sicherlich nicht die einzige Leiche, die im Bundesinnenkeller dahin modert.
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Schweinegrippe in Oldenburg

Langsam macht der Virus die Runde
und kommt an der Nordseeküste an. Also nicht ganz, aber die Westseite des Jadebusens wird so langsam eingekreist.
Das Souvenir einer Klassenfahrt ist nicht sonderlich gross aber es hat eine gefährliche Wirkung. Sechs bestätigte Fälle von Schweinegrippe gibt es in der Universitätsstadt und es werden nicht die letzten sein. Dabei sieht man in Deutschland einer Pandemiewelle gelassen entgegen. So wie es aussieht, ist Deutschland impfmüde.
Beinahe könnte man meinen, es sei selbstverletzendes Verhalten. Tatsächlich aber sollte es im Interesse des Staates liegen, eine mögliche Belastung der Krankenkassen und letzlich auch der Sicherheit staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen, abzuwenden. Bundesgesundheitsministerin Schmidt hat in Sachen A/H1N1 fulminant versagt, die Arbeit des Bundesgesundheitsministeriums insgesamt sowieso. Nicht die verzweifelte Entscheidung, 50 Millionen Impfdosen zu besorgen ist besorgniserregend sondern die Freiwilligkeit der Impfung. Das wäre beinahe so, als würde man die Warnungen auf Tabakerzeugnissen entfernen und auf die freiwillige Verantwortung in Sachen Raucherkrankheiten setzen. Die Warnungen vor Impfungen, die immer wieder auftauchen kann man getrost als heisse Luft auffassen. Eine Impfpflicht bestand in der ehemaligen DDR, Kinder und Jugendliche wurden in aller Regelmäßigkeit geimpft. Fälle, in denen diese Impfungen zu Todesfällen oder Schäden geführt haben sollen, sind nicht bekannt. Warum ist dies nicht auch in der Berliner Republik möglich? In der Nachwende-BRD ist ein allgemeines Desinteresse gegenüber manchen Dingen an der Tagesordnung. Das betrifft nicht nur den Wahlkampf, sondern eben auch die Schweinegrippe, um die man lieber wie um den heissen Brei redet, anstatt zu warnen und entsprechend aufzuklären.
Was wäre, wenn die Schweinegrippe im Bundesgesundheitsministerium ausbricht? Das wäre eine Sauerei.
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Rote, braune und schwarze Dramen: Landtagswahlen

Nicht immer und überall
ist Optimismus auch wirklich angebracht. Vor allem nicht, wenn man sich kurz vor einer Landtagswahl befindet. In Sachen Wahl hat es die Roten schon ziemlich getroffen, vor allem in Sachsen. Wer hat da eigentlich behauptet, Sachsen wäre ein braunes Sachsen. Die Apfelmännchen haben es gerade mal so in den sächsischen Landtag geschafft, ebenso jene Kräfte, die man einstmals als sozial bezeichnete. Gemeint ist die SPD, die beinahe wie mit einer Lawine abgerutscht sind. 9,4 Prozent beträgt ihre Wahlquote momentan in Sachsen. Die Braunen Nazis NPD ist mit aktuell 5,4 Prozent leider wieder vertreten. Dass man auch am rechten Tellerrand in diesen Dimensionen herbe Verluste einiger Abgeordneter einstecke musste zeigt, daß die frustrierte fremdenfeindliche Bevölkerung auch vom nationalen Kasperletheater nicht sehr viel hält. Erschreckend ist, daß sich noch immer 5,4 Prozent der Wähler einen braunen Landtag wünschen.
Über die CDU in Sachsen braucht man nicht reden, man ist weiterhin stärkste Kraft. Nicht aber in Thüringen. Alles deutet darauf hin, daß Ministerpräsident Althaus ziemlich alt aus der Wäsche schaut, in Bezug auf das Wahlergebnis, denn in Thüringen hat die CDU Verluste einstecken müssen. Man muss sich sehr wohl mit den Linken auseinander setze, die zweitstärkste Kraft in Thüringen geworden ist. Die SPD dümpelt im Moment unter ferner liefen. Ähnlich sieht es derzeit im Saarland aus. Hier beherrscht die SPD nach der CDU den zweiten Platz, gefolgt von der Linken.
Überraschend ist die Quote der Linken nicht. Nicht etwa, daß man bei der Partei, die zu Teilen aus der Staatspartei der DDR, der SED hervorgegangen ist, einem ihrer ehemaligen Führer huldigt, denn immerhin ist der DDR-Staats und Parteichef Erich Honecker im Saarland geboren, Rot hat im Saarland noch immer eine Tradition und dass die SPD und die Linke in diesem Bundesland beinahe die Hälfte aller Stimmen abgesahnt hat, spricht für sich. Auch dafür, dass nicht nur im Saarland die politische Meinung gespalten ist. Es bleibt abzuwarten, ob sich zur Bundestagswahl dieser Trend fortsetzen wird.
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Der Mond soll wieder deutsch werden.

was heisst eigentlich wieder? Immerhin war noch nie ein Deutscher auf dem Mond. Oder?
Oder etwa doch? Wenn man von geheimen Naziverschwörungen absieht, die da behaupten, alte reichsdeutsche Nazikosmonauten hätten schon längst den Erdtrabanten bevölkert. Die Union will nach einem Wahlsieg offenbar zu den Entrückten Reichsaltvorderen aufrücken und man versteht den deutschen Grapscher nach dem Mond als Job-Motor.
So ganz ungefährlich wäre ein derartiges Unternehmen allerdings nicht, wenn man den Hintergrund amerikanischer Beutezüge durch deutsche Patentämter 1945 in Betracht zieht. Es ist nun einmal die Tatsache, daß die Amerikaner ihre Weltraumindustrie hauptsächlich auf deutscher Hochtechnologie aufgebaut haben, die sie, legal oder nicht, als Sieger nach dem zweiten Weltkrieg erbeutet hatten. Die Beteiligung des ursprünglich deutschen Raketenpioniers Wernher von Braun ist nur ein Zeugnis dafür. Zurück zum Mond.
Bisher sieht es so aus, als ob man tatsächlich mehr Geld in die Verschrottung der deutschen Politik als in Zukunftstechnologien gesteckt hat. 1.500 Millionen Euro sollen die Unternehmungen veranschlagen, die man für den Mond vorsieht. Aber ist das deutsche Auf zum Mond wirklich eine nationale Aufgabe ein Job-Motor, wie es der Bundesweltraumbeauftragte Peter Hinze im Sinn hat? Es sollte in dem Fall erst einmal klar werden, woher und wie die notwendige Infrastruktur für eine deutsche Raumfahrtindustrie enstehen soll. Vor allem, woher sollen die Beschäftigten kommen und wo, wie und mit welchen Mitteln diese Menschen ausgebildet werden sollen. Solange der Reichsraumfahrt Luft- und Raumfahrtkoordinator Peter Hinze diese Frage nicht beantworten kann, bleiben die deutschen Pläne nur Träume. Der Mond ist offensichtlich doch ein Ami.
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Die Gewalttaten der Woche

Heute: Pforzheim und Cuxhaven und Gelsenkirchen
Gewalt bedeutet nun mal die grösste Aufmerksamkeit und es ist in der Realität nicht anders als im Internet.
Als erstes, in Pforzheim wirft eine 27jährige ihre Kinder vom Balkon und springt hinterher - 2 Tote. Nach verschiedenen Quellen soll es Hinweise auf psychische Erkrankungen gegeben haben.
Bereits gestern wurden die Leichen zweier Frauen auf einem Campingplatz in Cuxhaven entdeckt. Der Westen berichtet, daß man bereits kurze Zeit später einen Täter festgenommen haben will. Es ist nicht der erste Mord, bei dem die Opfer mit Messern regelrecht aufgeschlitzt worden. Ob zwei brutale Morde für den Tourismus in der Region förderlich sind, ist eine Frage, die man für sich in Cuxhaven klären muss.
In Gelsenkirchen hatte eine Ex-Frau ihre eigene Interpretation von Scheidung. 20 Minuten vor dem eigentlichen Gerichtstermin soll die offenbar Betrogene den Noch-Ehemann angeschossen haben. Die 32jährige ist mittlerweile gefasst worden. In manchen Fällen wäre Selbstjustiz die möglicherweise billigere und saubere Lösung, ist in Deutschland allerdings verboten.
Zuletzt noch der Musikerguru Oliver Shanti alias Ulrich Schulz. Der Musiker leidet an einer hoch ansteckenden Krankheit und Krebs und steht in München wegen 314fachen sexuellen Missbrauchs vor Gericht.
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Die tägliche Jackson-Meldung. Heute: Mord und Totschlag

Nun ist es amtlich
zumindest erst einmal für die Boulevardpresse. Jackson ist nicht so einfach im Krankenhaus dahin geschieden, er ist in seinem Haus gestorben. Für den behandelnden Arzt, Conrad Murray wird die Sache offensichtlich nicht mehr nur mit einem blauen Auge ausgehen, mit der Feststellung Totschlag dürfte ihm selbst nach amerikanischen Recht und Benutzung aller juristischen Tricks eine langjährige Haftstrafe drohen. Vor allem wird Murray erklären müssen, warum es geschlagene 47 Minuten bis zum Notruf gedauert haben soll. Außerdem die Frage, warum er sich weigerte, den Totenschein zu unterzeichnen. Es sieht so aus, als wenn Murray seinen Kopf aus der Schlinge ziehen wollte. In Wirklichkeit zieht sich der Knoten immer enger zu.
Wie wird es nun mit Murray weiter gehen? Murray selbst hatte versucht, die Schuld auf den Popstar selbst abzuwälzen, allerdings wenig glaubhaft. Glaubhaft ist, dass Jackson abhängig von Medikamenten war und plausibel ist, daß Murray das Geld brauchte. Innerhalb kürzester Zeit hätte er sich eventuell sanieren können, auf Kosten der Gesundheit Jacksons. Er kann niemandem erzählen, dass er um die Wirkung des Medikamentenmixes nicht Bescheid gewusst hätte. Für einen Arzt wäre das ziemlich peinlich, gerade für einen Kardiologen.
Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Jacksons Mörder in Haft genommen wird, denn nichts anderes ist Murray derzeit.
Aber was wird mit dem bald ehemaligen Arzt geschehen? Wartet der Henker auf ihn? In Kalifornien gibt es die Todesstrafe und in einem möglichen Hinrichtungsfall Conrad Murray würde sicherlich kaum ein Todesstrafengegner protestieren.
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Amerikanischer Zynismus

Will Dick Cheney nur seine Haut retten?
oder wird er eines Tages auch wegen Kriegsverbrechen vor den amerikanischen Kadi gezerrt? In etwa so, wie die meisten seiner Opfer. Sowohl Ex-Präsident Bush als auch sein Vize können sich zu den grössten Gewinnern der Kriege der letzten Jahre zählen und niemand, auch Barack Obama nicht, können ihnen irgend etwas anhaben.
Zumindest nicht im amerikanischen Rechtssystem. Das folgt nämlich der heimlichen Doktrin, dass zuerst die USA und dann der Rest der Welt Ansprüche anmelden können. Demnach sind Bush & Co. auch unschuldige Lämmer mit blütenreiner Weste. Die Versuche Obamas, die Kriegsverbrechen der Vorgängerregierung aufzudecken sind schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Schon allein deswegen, weil er sich deralten Seilschaften an Ermittlungsbehörden und ermittelnden Beamten bedienen muss, die in den meisten Fällen selbst auf die eine oder andere Weise in Gesetzesbrüche verwickelt waren. Das wäre beinahe so, als würde man der Stasi selbst den Auftrag geben, Menschenrechtsverletzungen in den eigenen Reihen zu ahnden.
Ergo: eine der Niederlagen, die Präsident Obama einstecken wird.
Zynisch ist die Wortmeldung des Ex-Vize allemal. Es zeigt, dass Cheney auf einem vollkommen anderen Planeten lebt. Eigentlich sollte man ihm ein Fuck you self, Dick! hinterher rufen. Aber niemand wird so tief klettern wollen, um sich auf eine Stufe mit dem Ex-Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten zu stellen.
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Opel: Wie gehabt, es bleibt alles beim alten!

Gelernt hat General Motors nichts.
Daher macht man weiter, wie bisher, ohne Kontrolle, ohne nachgedacht zu haben und das mit voller Absicht.
Dass die Sache allerdings ohne Emotionen über die Bühne geht, das hat niemand gedacht, im Gegenteil. 25.000 Opelaner versuchen offensichtlich, den Mutterkonzern General Motors in Bedrängnis zu bringen und wollen nun auf das ursprünglich verzichtete Urlaubsgeld nicht mehr verzichten. Man zieht mit der Gewerkschaft an einem Strang. Und mit welchem Ergebnis?
Klar ist, daß auch die deutsche Politik selten wie zuvor einer Meinung ist und man bereit ist, gegen die amerikanischen Raffkes ins Feld zu ziehen. Unklar hingegen ist, wer in diesem Automobile - Waterloo tatsächlich den kürzeren zieht. General Motors wird es offensichtlich nicht sein und ein Einlenken der Amerikaner kann man offensichtlich nicht erwarten. Es steht auch noch mehr auf dem Spiel, mehr als jeder vielleicht gedacht hätte. Ein Scheitern der Verhandlungen um einenen eigenständigen Autobauer könnte sich vielleicht auch auf den Wahlkampf auswirken, Wirtschaftsminister Guttenberg müsste das Desaster dann wieder richten, sollte er im Amt bleiben. General Motors selbst hätte mit seiner Hinhaltetaktik einen gewichtigen Fuß in der deutschen Politik und könnte indirekt bestimmen, was gut und richtig wäre, letztlich kann man auf diese Weise auch Zulieferer und Konkurrenz manipulieren.
Die Leidtragenden sind wie immer die Arbeiter. Irgendwie tragen sie allerdings auch eine gewisse Selbstschuld, auch wenn es niemand gern hört. Während man in Frankreich schon längst Tatsachen geschaffen und das halbe Land in einem Generalstreik getrieben hätte, beantragt der deutsche Arbeitnehmer lieber zusätzlich HartzIV, sicher ist sicher und niemand wird verletzt. Wo ist eigentlich der deutsche Mumm zum Arbeitskampf oder hat das bundesdeutsche Proletariat schon längst versagt? Da werden mancherorts wieder heimliche Wünsche nach der Weltrevolution laut.
Schuld sind alle, nicht nur eine raffgierige Chefetqage bei General Motors.
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Magath 4 Bundeskanzler?

Deutschland braucht mehr Magaths!
würde vielleicht ein Politiker tönen, aber wo er recht hat, hat er nun mal recht. Zumindest im Fussball verkörpert der ehemalige Nationalspieler und Schalketrainer das, was man bei den anderen 98 Prozent Bundesbevölkerung in dieser Intensität vermisst, nämlich Willen zur Veränderung und Magath verändert. Er verändert dermaßen schnell und brachial, daß den anderen die Ideen und die Puste ausgeht. Auch Schalkes Grüßaugust Schnusenberg fiel unlängst dem Magathschen Zorn zum Opfer und es gibt bald gewichtige Veränderungen in der Führungsetage auf Schalke.
Hätten sie Magath gerne im Bundeskanzleramt? Wir sind wieder wer! hätte dann eine etwas andere Bedeutung, aber dahinter würden wieder altbekannte Tugenden stecken. Ehrlichkeit, Fleiß und Arbeit. Achja, den Schweiß nicht zu vergessen. Versager, so wie manche deutschen Politiker würden dann sicherlich auf weniger wichtige Positionen wechseln, berispielsweise als stellvertretender Bürgermeister, irgendwo hinter Bayern München. Magath ist ein Macher, leider nur im Sport.
Die Bildzeitung bringt es auf den Punkt, Magath krempelt Schalke um. Der Schuss könnte allerdings in die eigene Hose gehen, wenn Schalke nicht mindestens einen der oberen drei Plätze erhascht oder gar deutscher Meister wird. Aber wo könnte Felix "Krempel" Magath noch alles pflügen? Mit Sicherheit wären ihm die Anhänger der halben Bundesliga bitterböse, wenn er anfangen würde, die desolaten Bayernprofis in die Mangel zu nehmen. Nötig hätten sie es allerdings. Der HSV, für den Magath lange Zeit gespielt hat, benötigt ihn derzeit nicht, obwohl es sicherlich viele Fans begrüßen würden, wenn einer der »ihren« wieder ins Volksparkstadion einziehen würde, aber im Moment läuft läuft Bruno Labbadia zur Höchstform auf. Vielleicht beerbt er ja den Ex-HSVer und dach beinahe einem Vierteljahrhundert wandert die Meisterschale wieder in die Hansestadt?
Die Saison ist noch lang und es werden noch 31 Spieltage ausgetragen. Bis dahin kann nocvh viel passieren. Schalke wird Meister, Bayern steigt ab und der HSV wird Vizemeister.
Das ist doch auch was schönes, oder?
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Jacko, Murray und das Propofol

Es scheint beinahe so, als könne sich
Jacksons Privatarzt Conrad Murray seinen Hals nicht mehr aus der Schlinge ziehen. Die Zeit schreibt, dass nun die Untersuchungsergebnisse zu Jacksons Tod vorliegen. Seinen Job als Arzt kann Murray ohnehin an den Nadel Nagel hängen, mit der Verabreichung von Propofol hat er gegen genug Gesetze verstossen. Allerdings, was Murray offen befürchtete, wusste er als Arzt bereits insgeheim, nämlich die Abhängigkeit Jacksons von diversen Medikamenten. Das Ende vom Lied ist nun eine Ermittlung wegen eines Tötungsdeliktes. Warum Murray nicht so schlau war, den Zustand des Popstars, der erwiesenermaßen fatal war, öffentlich zu machen, weiss der »Leibarzt« nur allein. Klar ist aber auch, er muss sich der Tragweite seiner Entscheidungen bewusst gewesen sein und bereits im Vorfeld Sicherungsmaßnahmen getroffen haben. Seine eidestattlichen Erklärungen und vor allem, daß er auf den vagen Fakt drängt, Jackson sei erst in der Klinik gestorben, sprechen Bände. Im allgemeinen Durcheinander, nachdem die Leiche erfolglos reanimiert werden sollte, könnte Murray vielleicht seinen Hals aus der Schlinge gezogen haben. Vor allem, da er möglicherweise genug Zeit hatte, Beweise zu fälschen und Jackson selbst den schwarzen Propofol-Peter in die kalten Hände zu schieben. Die letzten Stunden des King of Pop wirken weiterhin inszeniert, vor allem, da die Details wirken, als wenn sie aus einem Hitchcock-Thriller stammen.
Es liegt nun an den Ermittlungsbehörden, heraus zu finden, wer denn nun wirklich vom Tode Michael Jacksons profitiert. Profitabel sind seine Hinterlassenschaften und Rechte an diversen Liedern sowie seine kompletten Besitztümer. Profitabel ist ein toter Michael Jackson, der, ähnlich wie Elvis, eine grandiose Auferstehung feiern wird. Die Zeit wird zeigen, wer genau an der Leiche verdient, seine Kinder werden es garantiert nicht sein.
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Deutschland ein Horrormärchen - Von den korrupten Professoren

Manche Dinge kann kann man kaufen, der Rest ist eigentlich unbezahlbar.
Unbezahlbar sollte eigentlich das Ansehen sein, in manchen Kreisen allerdings kann man auch das kaufen. Beispielsweise akademische Titel. Das Geschäft mit dem falschen Professorentitel muß derart lukrativ sein, daß sich rund einhundert Akademiker gefunden haben sollen, um ungeeignete Kandidaten als Doktoranden anzunehmen. Ist das Land der Dichter und Denker mittlerweile soweit verkommen, daß man sich die schlaue Fassade kaufen muss? Offensichtlich, denn sonst würde man in Deutschland nicht über Pisa und den Angleich der schulischen Ergebnisse reden, einem Angleich, bei dem man das Niveau der schwächeren als Maßstab nimmt. Kann man auch Realschulergebnisse erwerben?
Beim Verkauf von Doktortiteln muss man sich derart sicher gewesen sein, daß es sogar möglich war, in Zeitungen zu werben. Die ganze Angelegenheit trifft natürlich in gewisser Weise auch den Zeitgeist. Im weitesten Sinne kann man den Titelhandel auch unter dem betrachten, worunter Wissenschaft und Forschung derzeit leiden, nämlich Copy 'n paste. Es ist derzeit noch nicht abzuschätzen, wieviele falsche Akademiker derzeit existieren und wieviele von denen sich mit möglicherweise kopiertem Wissen schmücken. Der akademische, wissenschaftliche und auch der finanzielle Schaden ist noch nicht abzuschätzen, weil offenbar noch nicht einmal klar ist, wo sich überall die falschen Akademiker festgesetzt haben. Diese werden ihren Arbeitgebern einiges zu erklären haben.
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Afghanistan - Das nächste Desaster

Das Land am Hindukusch kommt nicht zur Ruhe.
Auch der Versuch, dem Land einen demokratischeren Anstrich zu verpassen, endet, wie nicht anders zu erwarten, im Chaos. Es droht ein Bürgerkrieg, angezettelt von machtgierigen Gegnern, die mit den Taliban nichts am Hut hatten und sich des Wahlbetruges bezichtigen. Diese wiederum werden die lachenden Dritten im Haifischbecken bleiben.
Einen Tag nach der Präsidentschaftswahl in Afghanistan haben sowohl Amtsinhaber Hamid Karsai als auch sein schärfster Rivale, der frühere Außenminister Abdullah Abdullah, den Wahlsieg beansprucht. Dabei ist noch nicht einmal klar, wer denn nun genau wie viele Stimmen hat. Auch gibt es Hinweise auf massive Wahlfälschungen und Störaktionen der Taliban. Wie wird es denn nun weiter gehen?
Schon jetzt zeichnet sich ab, daß Afghanistan in zwei Lager zerfällt, eines das dem bisherigen Präsidenten Karsai und eines dass Abdullah angehörig ist. Gemischt mit afghanischer Emotionalität ergibt dies auf Dauer den nächsten Bürgerkrieg, wobei hinterher niemand mehr weiß, wofür die nächsten hunderttausend Opfer gestorben sind. Opfer einer solchen Entwicklung werden nicht nur die Zivilbevölkerung, sondern auch die internationalen Truppen, die, neben dem Kampf gegen die Taliban nun auch zwischen bald verfeindeten Lagern vermitteln müssen. Die angeblich so demokratische Wahl macht die Zahl der künftigen Todesopfer nicht geringer. Bei allem vermeintlichen Wahlbetrug geht die Meldung, dass die Taliban einen Lastwagen mit Stimmzetteln überfallen haben soll, beinahe als unwichtige Meldung unter, wenn dabei nicht das Leben eines Menschen zu beklagen wäre. Menschenleben zählen allerdings am Hindukusch weniger als eine Patrone.
Einen weiteren Aspekt beleuchtet die Nordwestzeitung. Der Autor Karl Feldmeyer weist auchdarauf hin, daß es in Afghanistan nicht nur um den Kampf zwischen Gut und Böse geht, wobei man das Attribut »böse« nach dieser Wahl neu definieren muss. Es geht auch um einen Kulturkampf. Richtig ist, daß zuletzt die Sowjetunion diesen Anschauungs- und Kulturkrieg verloren hat und die Taliban den letzten sowjetischen Statthalter am Hindukusch, Nadschibullah, wie einen Pferdedieb gehenkt haben. Das Nachsehen werden letztlich Frauen, Mädchen und Minderheiten haben, die man für das innere Zerwürfnis Afghanistans verantwortlich machen wird. Man kann also geteilter Meinung bleiben, was die Rechtmäßigkeit der afghanischen Wahl angeht. Fakt ist nur eines, von einem gemäßigten, islamisch angehauchtem und für reiche, westliche Touristen angenehmes Land ist Afghanistan noch sehr weit entfernt, schätzungsweise noch mehrere Generationen.
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Dieter Althaus - von »unanständig« bis »zum kotzen«

Letzteres könnte einem überkommen
wenn man sich den kompletten Werdegang des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus noch einmal Revue passieren lässt. Politiker eben.
Vor allem, so scheint es, kann man dem Politiker nachsagen, dass er die Wahrheit zu seinen Gunsten etwas zurecht gebogen haben wird. Alle Fakten laufen irgendwo bei Bernhard Christiandl zusammen. Das angeblich freundschaftliche Verhältnis ist nur soweit freundlich als dass der Witwer dem deutschen Politiker nicht an die Gurgel gegangen ist. So kann man Freundlichkeit auch definieren. Althaus' Kaspertheater, das sehr wohl mit Wahlkampf zu tun hat, missfällt nicht nur dem Witwer der getöteten Slowakin Beata Christiandl sondern regt auch deutsche Politiker auf, die das Verhalten Regierungschefs aus Thüringen als »unanständig« bezeichnen. Vor allem Grünen-Politikerin Kühnast empört sich über Althaus. Dass die eigene Partei zu diesem Vorgang nichts sagen will und wird, versteht sich von selbst, christlich ist das Verhalten von Althaus keinesfalls, außerdem interpretiert man den Unfall als Privatsache.
RP Online wird hierbei etwas deutlicher. Demnach habe es zwar anfänglich Kontakt zwischen den Hinterbliebenen und dem Ministerpräsidenten gegeben, von einer angeblichen Freundschaft will allerdings keiner etwas wissen. Wahlkampfaufbauscherei des Dieter Althaus? Den Verwundetenbonus hat er schon längst wieder verloren, er weiss es nur noch nicht. Er wird es aber vielleicht nach der Landtagswahl in Thüringen bemerken, wenn die angeprangerte Pietätlosigkeit einige Stimmen kostet, vielleicht sogar das Amt.
NachGedacht Info

Der New York (Google) Urlauber

Es wird Zeit für ein neues Hobby.
Als erstes die Frage, was darf ein Urlaub kosten? Im Moment doch wohl nicht mehr als die Strom- und Onlinekosten!
Kein Thema, Google machts möglich. Man muss seinen Hintern nicht einmal mehr erheben, um zu "vergoogeln".
Aber vorher noch ein wenig über traditionelle Weise, Urlaub zu machen, nämlich persönlich am Urlaubsort erscheinen. Beispielsweise New York. Normalerweise ist die Metropole nicht dafür bekannt, Fussgänger und fahrradfreundlich zu sein. Sebastian Moll beschreibt in der Welt, wie abenteuerlich es sein kann, mit dem Rad New York zu erkunden. Interessant ist dabei, daß man Plätze entdeckt, die man auf diese Weise niemals mit NYC in Verbindung gebracht hätte. Vielleicht ist das Fahrrad die neue Möglichkeit von Entdeckerurlaub in Big Apple?
Zurück zu Google. Es gibt mittlerweile genügend Seiten, die sich mit gefundenen Kuriositäten von Google Maps beschäftigen. Zufällige Einbrecher, pinkelnde Porminente oder auch so manch anderer Unsinn, Momentaufnahmen einer sorglosen Welt. Die Idee aber, sich mit Google Maps und dem viel verfluchten und auch bewunderten, vielgenutzten Streetview auf Entdeckertour zu begeben, reizt sehr, ersetzt sie zwar nicht einen real existierenden Urlaub, aber sie vermittelt, wenngleich auch längst vergangene Eindrücke der weiten Welt. Vorrangig in den Vereinigten Staaten hat Google die Welt digitalisiert, aber auch in Eurpopa sind die ersten Anfänge gemacht und der Phantasie, was mit den Daten alles anstellbar ist, ist keine Grenze gesetzt. Vielleicht findet sich eines Tages doch noch ein gewitzter Programmierer, der die Unmassen an Daten zu einem funktionierenden Fahrsimulator zusammenkittet. Eine Fahrt, quer durch Europa oder Amerika, auf den Daten von Google Maps surfend, wäre als Urlaubsplanung sicherlich reizvoll und für alle pleiten Urlaubswilligen ist Streew ein kostenloser Ersatz für Urlaubstouren.
Vorausgesetzt, die eigene Urlaubsrechentechnik ist groß genug. Auch der Monitor sollte eine entsprechende Größe haben, ansonsten wäre Postkartensammelei lohnenswerter.
Allerdings, die Streetview-Surferei kann auch so viel Spaß machen, das die Überlegung, einen neuen Weblog über Google Urlaub zu starten, lohnt also demnächst.
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Viernheim Update: Der Bombenabauer gibt auf.

Die neueste Meldung lautet,
dass der Täter aufgegeben haben soll. Er sei unter Kontrolle meldet die Welt.
Immer wieder sind es Einzeltäter, die solche taten begehen. Auffällig ist, daß bisher keine Frau zu Schusswaffen oder Sprengstoffen gegriffen hat, um sich Gehör zu verschaffen. Interessant, wenn auch bitter ironisch sind auch die Kommentare zum Weltartikel. Ob wirklich nach dieser Tat einige Handwerkerrechnungenmehr bezahlt werden, sei dahin gestellt.
Vom Handwerker zum Obdachlosen?
Obdachlos ist der Mann keineswegs. Zumindest nicht für die kommenden Jahre. Es ist allerdings auch noch nicht klar, was mit dem Mann werden wird. Bekommt er genug Mitleid als geprellter Handwerker oder trifft ihn die volle Härte des Gesetzes wegen einer Straftat? Es sind nicht nur juristische Fragen, in welchem Kontext diese Tat zu betrachten ist, es sollte auch eine öffentliche Diskussion geben. Auch wenn dieser Täter ein Einzeltäter ist und mit seinen explosiven Anschlägen Gesetze und Grenzen massiv überschritten hat, gibt es noch genügend andere pleite Handwerker, die zumindest mit ähnlichen Gedanken spielen.
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Viernheim: Bomben, Polizisten und ein irrer Handwerker

Weil seine Kunden keine Rechnung beglichen haben sollen
soll ein Handwerker in Viernheim und Weinheim Sprengsätze vor und in den Häusern seiner ehemaligen Kunden gezündet haben.
Seit über 24 Stunden hat sich der geprellte Handwerker bereits in seiner Wohnung, die er mit mehreren Kilogramm Sprengstoff präpariert haben will, verschanzt. Wie lange das explosive Theater noch gehen soll, weiss keiner. Vor allem nicht, da der Täter mit seiner Sprengdrohung offenbar hoch pokert.
Die teils sehr ausführliche Berichterstattung der Medien wird vor allem in diesen Fall eines zeigen, Trittbrettfahrer wissen nun genau, was sie nicht machen dürfen. Die konsumentengerechte Aufarbeitung eines offensichtlich persönlichen Dramas, nämlich der eines durchgedrehten Handwerkers zeigt auf erschreckende Weise, welche Reize mittlerweile benötigt werden, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Trittbrettfahrer fürften es leichter haben, wollten sie unliebsame Nachbarn in die Luft sprengen. Es bleibt zu hoffen, daß dies auch weiterhin keine Sensation, sondern ein Verbrechen bleibt.
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