Dem Zonie seine DDR

Als 1989 die DDR Bevölkerung
auf die Straße ging, war nicht jedem klar, was da eigentlich passierte. Für die meisten war es ein großes Abenteuer. Und heute?
Nicht alle DDR Bürger fühlen sich in der kapitalistischen BRD angekommen. Für viele galt damals, man wolle leben wie im Westen. Aber war die Mehrheit damals auch bereit,sich zu verändern? Viele fühlen, daß sie verändert wurden, daß man ihnen kaum Zeit gegeben hatte, sich selbst zu verändern. Ist es eigentlich verwunderlich, daß sich Ost wie West die Mauer wieder wünscht? Die Beweggründe würden heute natürlich etwas anders liegen, im Grunde aber sind sie dieselben wie im Jahr 1961. Aber wollen wir ihn wirklich wiederhaben, den antifaschistischen Schutzwall? »Drüben« würde man ihn den eisernen Vorhang nennen.
Ein wesentlicher Punkt der Unzufriedenheit in Ostdeutschland ist die Glaubwürdigkeit der Politik, die schon seit Jahren auf dem Sinkflug ist. Beinahe die Hälfte einer Befragung sei unzufrieden und mehr als die Hälfte glaubt den Politikern nicht. Da ist die Frage, wem glauben sie dann, die aus der Zone? Apropos Zone, Verschwörungstheorien haben dann natürlich heimlich Hochkonjunktur. Beispielsweise stellt sich für einige (ehemalige) DDR Bürger die Frage, ob es bei der Wiedervereinigung tatsächlich mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. Sie glauben das auch nicht? Dann sind sie beim Deutschlandprotokoll genau richtig. Für rund 50 D-Mark kann man es sogar bei Amazon erstehen.
Zurück zur sogenannten DDR und seiner Bewohner. Unzufrieden sind sie vor allem, seit dem die Schröderianer die vollkommene Umkrempelung und teilweise Abschaffung des Sozialstaates beschlossen haben. Die Reformen der rot-grünen Bundesregierung sind teilweise an den Ostdeutschen vorüber gegangen, Radikalisierung und die hohe Arbeitslosigkeit zeigen, wie unfähig die Politik ist, sich mit Problemen auseinander zusetzen. Radikale regieren sogar in Sachsen mit.
Es wundert nicht, wenn sich eines Tages ein Erich oder ein Walter, vielleicht sogar ein Wilhelm aufschwingt und eine neue Mauer baut. Vielleicht sind ja dann alle zufrieden.
NachGedacht Info

Billionäre - weil Milliarden waren gestern

Kaum ist die eine Blase zerplatzt
ist bereits die Nächste da, die sich mit lautem Knall in Wohlgefallen aufzulösen droht. Was macht eigentlich die US-Regierung mit Bankern, die es nicht lernen und wie Kleinkriminelle, einfach wie gewohnt weiter machen?
In früheren Zeiten des Turbokapitalismus kannte man mit Kriminellen kein Erbarmen, sie wurden bis zum Ableben eingesperrt. Heute werden sie mit Millionenzahlungen bestraft, deren Rechtmäßigkeit sie verteifdigen müssen. Klappt das nicht, gibt es zur Strafe Staatsdiener, die den Banken auf die Finger schauen. Man nennt das dann Zwangsverstaatlichung, ein Vorgang, der herzlich wenig mit dem Kapitalismus zu tun hat. Viel eher ist es der Ausdruck des faulenden Kapitalismus, den Karl Marx schon vor mehr als einhundert Jahren geißelte. Ein weiterer Fehler des Kapitalismus ist seine Fähigkeit, sofort wieder zu vergessen und Fakten zu verdrehen. Beispielsweise, wenn es um US-Anleihen geht, wird gern weiter getrickst und manipuliert und Präsident Barack Obama wird nicht wirklich als Gewinner dastehen, höchstens als Verwalter der eigenen Pleite. Man kann auch beinahe davon sprechen, daß die Vereinigten Staaten auf einen finanziellen Holocaust zusteuern, ein Punkt, der bereits vor Monaten von russischen Finanzexperten vorhergesagt wurde, den aber niemand hören wollte. Für einige Russen steht der Zusammenhalt der Vereinigten Staaten und deren Präsenz als Weltmacht weiterhin auf dem Spiel. Die Frage ist dabei, welche Währung sich nach dem Dollar als Weltwährung zu erscheinen traut. Etwa der Euro? Oder ist es gar der Rubel? Also wenn der Rubel rollt, haben die Amerikaner nichts zu lachen, die Europäer auch nicht. Als aussterbendes Volk wird sich die Finanzkraft der Bevölkerung des EU-Kontinentes ohnehin sehr schnell erschöpft haben.
Bleibt die Frage, wo dann die Superschwerreichen leben. Dubai? Peking? Oder doch Moskau?
NachGedacht Info

Die spanische Schweinegrippe von Malle?

Was da auf Malle abgeht
passt auf keine Kuhhaut mehr und bei den Fakten und Zahlen, die beinahe stündlich von der deutschen Feierinsel strömen, wird dem Deutschen recht mulmig. So schaut er nur wie ein Schwein ins Uhrwerk und versteht beinahe nur noch Bahnhof. Schwein haben jene, die ungeschoren davon kommen und Europas Feierinsel gesund und munter wieder verlassen können. Dumm ist nur, daß nicht jeder so viel Schwein hat und ohne die entsprechende Grippe nach Hause kommt.
Aber mal im Ernst. Mallorca ist ein Schmelztigel. Tausende treffen sich auf der Mittelmeerinsel, feiern, urlauben, spannen aus, haben Sex miteinander oder auch nicht. Für den A/H1N1 Virus, auch Schwerinegrippe genannt, das ideale Brutgebiet, um sich, beinahe den spasshungrigen menschlichen Wirten ähnlich, ungehemmt zu vermehren und zu verbreiten. Ein besonderer »Brennpunkt« der Virenzüchtung soll hierbei der Ballermann sein. Besonders konservative Gegner haben es schon immer gewusst, daß Malle ein exorbitanter Sündenpfuhl ist und nun seine gerechte Strafe abbekommt. Oder ist ihnen ein Fall von Schweinegrippe im Vatikan bekannt? Wer es nicht weiß, hinter der katholischen Kirche und dem Vatikan steckt de jure auch der Vatikanstaat und dieser dürfte einer der wenigen Staaten sein, dessen SchweinePriester nicht von dieser sündigen Grippe befallen wurden.
Die 22 Befallenen werden allerdings nur die ersten sein. Die Landwirte der Apokalyse werden sicherlich mit allerlei weiteren krassen Grippeformen aufwarten. Apropos Weltherrschaft, gilt im Falle einer Schweinegrippeepedemie am Urlaubsort eigentlich eine Reiserücktrittsversicherung?
NachGedacht Info

Wie sich die Türkei verändert.

Ein kleines Stück Kultur
ist nun vorbei und wie es aussieht, wird diese Kultur auch nicht wieder kommen. Von was ich rede? Vom Rauchen in türkischen Kaffeehäusern, türkischem Tabak und Wasserpfeifen. Quo Vadis, Türkei?
Mit der Gemächlichkeit ist es schnell vorbei, mit den Orten, an denen diese Gemächlichkeit Jahrhunderte lang dahin plätscherte, ebenfalls. „Nargile“ ist das, was von nun an aus dem osmanischen Flair der Türkei verschwinden wird, die Wasserpfeife. So mancher wird sich fragen, was denn nun geschehen wird. Eines ist sicher, die Türken werden sich neu erfinden. Sie müssen es und sie werden es tun. Aber ob das neue Bild, ohne das, was bisher war, allen gefallen wird? Im Übrigen könnten sich deutsche und türkische Gastwirte die Hände reichen. Ihre Kneipen werden keine Räucherkammern mehr sein. Aber eben auch leer, aber irgendwas ist immer.
NachGedacht Info

Nachterstedt - ein Update

Daß der verheerende Erdrutsch
im kleinen Örtchen Nachterstedt kein Ende gefunden hat, war abzusehen. Nun ist eingetreten, was manche still befürchtet hatten, es haben sich weitere Risse gebildet.
War vorher zu sehen, was da in Sachsen-Anhalt passiert? Ja, es war, es hat nur keiner darauf geachtet. Vor allem war es vorher zu sehen, weil weltweit ähnliche geologische Vorgänge passieren, die meisten allerdings unscheinbar und kleiner, trotzdem sind die physikalischen Voraussetzungen beinahe exakt dieselben.
Langsam aber sicher zeigen sich die Spätfolgen des ungehemmten Kohleabbaues in der ehemaligen DDR und den Jahren nach der Wiedervereinigung. Aber sind die Folgeschäden vertretbar? Nicht nur finanziell, auch emotional ist ein größtmöglicher Schaden enstanden, der sich in Euro sicherlich kaum bewerten lassen wird.
Wie groß werden die Schäden überhaupt werden? Wie Beziffert man den finanziellen Schaden, wenn beinahe eine komplette Ortschaft sprichwörtlich aus der Landschaft verschwindet? Man könnte es vielleicht von den unzähligen, weggebaggerten Ortschaften ableiten, die Opfer der Braunkohlepolitik der DDR geworden war. Eines der bekanntesten Ortschaften, die Opfer der Braunkohle geworden war, nennt sich Heuersdorf. Allerdings eine andere Geschichte. Im Falle Nachterstedt liegen die Probleme an vollkommen anderer Stelle. Eigentlich müsste sich die lmbv als zuständige Institution den Vorwurf gefallen lassen, nicht aufgepasst zu haben und/oder den Erdrutsch zugunsten einer Flutung des Tagebaurestloches in Kauf genommen zu haben. Geologische Ereignisse diese Größenordnung entwickeln sich nicht, so wie der Erdrutsch selbst, über Nacht und vor allem nicht unbemerkt. Kann man die Frage stellen, warum die LMBV derart nachlässig war?
Die Schuldfrage wird noch gestellt werden und es dürfte allerdings bereits jetzt abzusehen sein, daß die Beantwortung der Frage im Sande verlaufen wird. Mit genug Geld und Zeit werden ausreichend Sedimente über Nachterstedt wachsen und irgendwann fragt niemand mehr nach der Ursache.
NachGedacht Info

Nachterstedt zum Katastrophengebiet erklärt

Nicht zu ersten Mal
verschwindet eine Ortschaft auf diese Weise sang und klanglos. 2 Berüchtigte Ortschaften sind vor Jahrtausenden bereits versunken.
Gemeint sind Sodom und Gomorrah. Wissenschaftler haben Erdbeben und auf diese Weise ausgelöste Erdrutsche festgestellt, welche die beiden Sündenstädte der biblischen Geschichte hatten verschwinden lassen. Ähnlich ist es in Nachterstedt gewesen. Niemand kann ausschließen, daß bebenähnliche Vorgänge in den mit Stollen durchzogenen Gebiet das Erdreich haben instabil werden lassen. Niemand kann ausschließen, daß der jahrzehntelange Bergbau der eigentliche Verursacher war. Man kann allerdings ausschließen, daß der Erdrutsch von Nachterstedt ein rein natürlicher Vorgang, ohne Zutun des Menschen war. Wie aufgeweicht und instabil ist das erdreich am Concordiasee wirklich und wieviel Erde wird noch in den kommenden Monaten abrutschen und versinken?
Nachterstedt ist allerdings nur ein Vorfall in einer Reihe ähnlicher Vorgänge. Der bisher bekannteste, in dem es um eine Kraterbildung ging, handelt vom versunkenen Stadtarchiv in Köln. Ähnliches ist bereits 1994 in München passiert, als ein Bus einfach in einem Krater verschwand, in Berlin und Hamburg und im Ruhrgebiet. Vor allem die deutschen Kohleabbaugebiete sind gefährdet, bisher sind nicht alle illegalen Stollen, die in den letzten 200 bis 400 Jahren gebuddelt worden, gefunden und gesichert. Ähnlich ist es auch im Erzgebirge, wo noch immer Stollen gefunden werden, die nirgends verzeichnet sind.
Die Schäden werden irgendwann in die Millionen und Milliarden gehen und Hausbesitzer in gefährdeten Gebieten werden es schwer haben, entsprechende Versicherungspolicen zu bekommen. Die Frage ist, wer für die Schäden der Vergangenheit verantwortlich ist und in Zukunft sein wird. Im Grunde haben die Altvorderen die nachfolgenden Generationen wissentlich und unwissentlich betrogen und gefährdet. Im Gewissen Sinne wurden bereits im ausgehenden Mittelalter Umweltschäden verursacht, mit denen die Menschheit heute zu kämpfen hat.
Davon abgeleitet, was tun wir eigentlich nachfolgenden Generationen an?
NachGedacht Info

Orwellscher Fauxpas bei Amazon

Ist Eigentum eigentlich sicher?
Das, was Amazon mit Orwellschen Werken angerichtet hat, dürfte dem Internetversender mehr als nur Mißstimmung einbringen. Ausgerechnet Orwell!
Um was ging es eigentlich genau? Amazon hat auf seinen Ebookgeräten namens Kindle eine Funktion installiert, die es dem Unternehmen erlaubt, ohne Einwilligung der Kindlebesitzer Software zu löschen. Ähnlich wie es Orwell einst vorher gesagt hatte, beweist Amazon seine uneingeschränkte Macht und degradiert seine Kunden unbeabsichtigt zu willigen Konsumenten, deren einzige Wahl darin bestehen mag, zu konsumieren oder nicht zu konsumieren. Alles andere, bishin zu den Inhalten, liegt im uneingeschränkten Willen von Amazon.
Aus Amazons Fauxpas lässt sich so manch anderes Machbare ableiten. Beispielsweise die Möglichkeit von Handyprovidern, die Inhalte geeigneter Telephone zu kontrollieren und gegebenenfalls zu löschen. Wollen sie wirklich ein iPhone? Wollen sie wirklich einen Provider, der im vorauseilenden Gehorsam Daten speichert oder womöglich Nummern löscht, die ihn nichts angehen? Ein wenig erinnert Amazons Löschfunktion an die Kindheit, als sich manche Eltern sich das selbstverständliche Recht heraus nahmen, in den persönlichen Sachen ihrer Sprößlinge herum zuschnüffeln und diverse Gegenstände mit der Begründung »So etwas hast du nicht zu besitzen!« an sich zu bringen. Ungefragt natürlich.
Ob in Zeiten wie diesen die Amazonsche Löschaktion ohne Konzequenzen vorüber geht, bleibt abzuwarten. Im schlimmsten Fall definieren die User die Aktion als Angriff auf die Privatsphäre und Kindle als unsicheres Gerät. Abzuwarten bleibt auch, ob sich dieses nicht doch auf die Verkaufszahlen von Ebooks auswirken wird.
NachGedacht Info

Das große Würgen - Lebensmittelimitate

Es begann mit einem beinahe unscheinbaren Skandälchen
das sich nun ausbreitet wie eine riesengroße Sauerei. Schon längst ist bekannt, daß in der Lebensmittelindustrie billiger Ersatz für Lebensmittel verwendet werden. Imitierter Käse, imitiertes Fleisch, willkommen in der Zukunft.
So manche Science Fiction Filme der letzten Jahre hatten es mehr als überdeutlich demonstriert. Da war die Rede von recycelten lebensmitteln, in manchen Filmen ist offen die Rede von Kunstfleisch, das schmeckt, als hätte man einem Alien die Haut abgezogen, in anderen können sich Massen von Konsumenten natürliche Lebensmittel nicht leisten und sind auf gigantische Unternehmen angewiesen, die aus allerlei Abfällen Lebensmittel produzieren, die man in der Gegenwart offensichtlich nicht einmal in Hungergebiete verklappen würde.
Mit Analogkäse und Kunstschinken hat die Lebensmittelindustrie allerdings schon einen Anfang gemacht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere, künstliche Lebensmittel ohne Funktion den menschlichen Magen füllen. Die Mopro Consulting GmbH ist eine jener Firmen, die derzeit den Markt mit ansehnlichen Mengen an Analogkäse überschwemmen. Das wohl berüchtigste Produkt dieses Unternehmens nennt sich Gastromix und ist in seiner Form künstlicher Käse. Etwas seltsam ist allerdings schon, daß Mopro seine Produktpalette nicht mehr auf seiner Webseite zur Ansicht stellt. Ungenierter ist da das Unternehmen Jeneil BioProducts. Hier kann der Kunde gleich sehen, was seinem Gaumen blüht. Jeneil hat sich u.a. auf Käseimitate spezialisiert.
Von einigen Lebensmittelhändlern ist bekannt, daß sie Lebensmittelersatzstoffe vertreiben, Metro hat beispielsweise den Analogkäse Gastromix im Regal liegen. Der Lebensmittelhändler Markant erklärt beispielsweise, was sich hinter dem künstlichen Käse verbirgt,er erklärt allerdings nicht, ob er ihn nun auch wirklich vertreibt. So auch Combi, die sich mit exakt denselben Text schmücken. Hängt das gleichgeschaltene Erklären vielleicht damit zusammen, daß beide zur selben Unternehmensgruppe gehören? Unklar ist jedoch weiterhin, ob man auf Analogkäse verzichtet oder ihn vertreibt.
Was wird nun passieren? Ein erster Schritt wird eine Kennzeichnungspflicht sein. Unklar ist allerdings ob und wie diese sich durchsetzen lässt und wie Verbraucher in Zukunft dem Problem eines undefinierbaren Pizza-Mixes gegenüberstehen. Einzig allein Veganer scheinen sich zu freuen und begrüßen die Analogkäseherstellung. Aber ist Analogkäse und auch künstliches Formfleisch wirklich so gefährlich, daß sich Verbraucherschützer zum Teil öffentlichkeitswirksam daran aufgeilen? Nein, ist er nicht. Das eigentlich Problem liegt an einer ganz anderen Stelle.
Fakt ist, daß der Kunstkäse auf Palmölbasis weitaus billiger zu haben ist, als ein »echtes« Milchprodukt. Verkauft werden die entsprechenden Produkte zu beinahe denselben Preis wie die richtigen Käseprodukte, die Gewinnspanne ist demnach immens. Es weiß nur keiner. Auch in einigen anderen Branchen scheint das Verschweigen billigerer Imitatherstellungen Normalität zu sein. Auch die Lebensmittelchemie scheint das Thema Analogkäse und künstliche Lebensmittel heiß zu diskutieren und man kann gespannt sein, was dabei heraus kommt. Vorausgesetzt, es befindet sich nicht im eigenen Mund, wenn man es nicht will.
NachGedacht Info

Meine Quelle, meine Nerven, dein Katalog

Im Grunde genommen ist shoppen vom Wohnzimmertisch
eine feine Sache. Man blättert entspannt im Katalog, bestellt, was gefällt und wenn nicht, schickt man alles wieder zurück. Was mit der einmal probierten Wäsche oder den ausgepackten Produkten geschieht, ist erst einmal egal. Soweit, sogut.
Alle Welt wundert sich, daß einer der größten seiner Branche nicht in der Lage ist, seine Finanzen in den Griff zu bekommen, dabei ist es überhaupt kein Wunder, sondern lediglich eine Kette dümmster Fehler im Management. Für einen der dümmsten hat man gerade 25 Millionen Euro auf den Tisch geblättert. Vielleicht hätte man das Geld anders anlegen sollen. Treue Kunden und Sammelbesteller des Unternehmens wissen Dinge zu berichten, die so manchem außenstehenden Manager die Haare zu Berge stehen lassen würden. Aber bleiben wir beim Katalog.
Nun ist Quelle nicht der einzige Handelskonzern, der Kataloge versendet und bei dem man online einkaufen kann. Da gibt es noch andere, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und seit längerem wissen, dass das Katalog- oder Offlinegeschäft langsam aber sicher nicht mehr zur Haupteinahmequelle gehört. Neckermann.de als Beispiel hat einen Großteil seines Geschäftes auf das Onlineshopping verlegt, die Kataloge sind zum größten Teil nur noch in spärlichen Heften zusammengefaßt. Das Onlinegeschäft von Neckermann ist eines der wohl besten, Quelle hat mit Sicherheit hier einiges am Service nachzubessern. Vor allem, die neuerlichen übereilten Anrufe bei besonders treuen Kunden erinnern an verzweifelte Versuche, sich »familiär« zu geben, in wirklichkeit erinnern sie an so manche Telefonwerbeversuche der Vergangenheit. Offensichtlich versucht man, auf eine besonders verzweifelt wirkende Weise, Service zu demonstrieren.
Vielleicht sollte sich Quelle an vollkommen anderen Strategien orientieren, als Dinge zu verzapfen, mit denen sie vor Jahren noch hätten punkten können. Die Zeit pompöser Papierauftritte ist vorbei, die Tonnen bedruckten Hochglanzaltpapieres hätte man sich auch gut und gerne schenken und die öffentlichkeitswirksame, peinliche Diskussion um die eigene Insolvenz vermeiden können.
Würden sie bei einem Unternehmen einkaufen, das ihnen den Briefkasten mit Papier gewordenem Spam verstopft?

NachGedacht Info

Jacko lebt, aber wer hat Michael Jackson ermordet?

Dass der King of Pop
nicht nur einfach dagingeschieden ist, steht für US-Ermittler fest. Zumindest haben sie einen dringenden Verdacht, beweisen können sie es allerdings noch nicht.
Gesichert ist zumindest die Erkenntnis, dass Jackson illegalerweise an verschreibungspflichtige Medikamente gelangte. Jacksons Arzt Conrad Murray scheint eine besondere Rolle zu spielen, vor allem, da er stets beteuert, an der Beschaffung und Verabreichung von Beruhigungsmitteln keine Rolle gespielt zu haben. Die Aussage Murrays scheint nicht wirklich glaubhaft, immerhin wäre er als Arzt in der Lage, Urkundenfälschung zu begehen und möglicherweise seine Mitwirkung geschickt zu vertuschen.
Bisher ist allerdings auch das Warum einer möglichen Fremdeinwirkung nicht geklärt. Sollte Jackson tatsächlich ermordet worden sein, wo genau liegen die Gründe? War es ein Versehen? Wurden vielleicht die falsche Dosierung verwendet? Oder mußte Jackson verschwinden, weil er von Dingen wußte, die niemand erfahren sollte? Michael Jackson ist noch nicht einmal einen Monat verstorben, schon kocht die Gerüchteküche über und Verschwörungstheoretiker haben ein vollkommen neues el Dorado gefunden.
Michael Jackson lebt
heisst es da auf einigen Seiten, die eiligst die neuesten Meldungen verbreiten. Aber auch seriöse Nachrichtensender wie n24 berichten über den angeblich gefakten Tod des King of Pop. Man beruft sich auf eine Seite,die angeblichge Zweifel am Ableben Jacksons anmeldete und man verweist auch auf den (angeblichen) Tod Elvis Presleys. Demnach, durchkramt man das Web 2.0, wird der eine oder andere King demnächst wieder auftauchen und sporadisch Hysterie verbreiten. Die Welt, so scheint es, braucht derartige Träume und nachdem Marienerscheinungen in letzter Zeit nachgelassen haben, müssen andere Heilige herhalten. Es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis sich Wahrheit und Phantasie zu einer schwer zu durchschauenden Legende vermischen, ein Märchen, das aus Michael Jackson einen kinderfreundlichen Tänzer und Superman macht. Die Wahrheit wird dann niemanden mehr interessieren, vor allem dann nicht, wenn man aus einem Menschen und bekannten Sänger eine Heiligenfigur macht.
Der King ist tot, lang lebe der King!
NachGedacht Info

Stasi! Überall Stasi!

Ja, die Genossen sind überall und passen auf.
Das Schild und das Schwert der Partei sind noch immer aktiv und die Genossin Kanzlerin wird auch noch von der Staatssicherheit abgeschirmt. Aber ist es wirklich so erschreckend?
Man sollte sich einmal die ganze Sache umgekehrt vorstellen. Nicht die DDR wurde von der BRD okkupiert, sondern die kleine DDR hätte die große Bundesrepublik übernommen. Bekannt ist, daß die Staatssicherheit Kenntnisse der Infrastrukturen westlicher Geheimdienste und Behörden hatte und sich somit bestens auf ein Leben nach der DDR vorbereiten konnte. Im Gegenzug dazu hatte und hat man »im Westen« keine genauen Angaben über ehemalige MfS-Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und es scheint so, als müsse man die ganze Sache noch immer aufarbeiten. Lacht da das Ossi-Herz? Wohl kaum. Der Artikel lässt allerdings erahnen, auf welche Weise die westdeutsche Politik in MfS-Tätigkeiten verstrickt war und wie sehr man teilweise bemüht ist, gewisse Dinge, auch heute noch, unter den Teppich zu kehren. Um die Geschichte des MfS zu erhellen und möglicherweise MfS Mitarbeiter zu »enttarnen«, die sich noch heute, 20 Jahre später im öffentlichen Dienst befinden, sollte man auch den eigenen, westdeutschen Dreck wegräumen.
Letztlich gilt es nur noch ein paar Fragen zu diskutieren, die bisher kaum jemand beantwortet hat. Mit welchem Recht werden auch 20 Jahre nach dem Ende des MfS seine Mitarbeiter verfolgt und abgestraft? Es ist auf jeden Fall für die Opfer schlimm und schmerzhaft, die Täter in »Amt und Würden« zu wissen, aber ist es nicht auch Sache der Politik, die Opfer zu unterstützen? Ein Punkt, der selbst von einer gesamtdeutschen Politik nicht in allen Fällen vollzogen wird. Dann wäre auch noch die Frage zu beantworten, wieso sich eine halb-informierte Presse aus dem Westen der Republik zu wahren Stasi-Experten aufschwingt und Kommentare schreibt, die manch unwissenden Gymnasiasten blass vor Neid werden lassen könnten. Apropos blass, wieviele Nationalsozialisten wurden in den ersten 20 Jahren der Bundesrepublik im öffentlichen Dienst beschäftigt und wieviel Täter lebten damals unbehelligt in Westdeutschland?
Damals wie heute, es interessiert kein Schwein.
NachGedacht Info

Chinesischer, nationaler Sozialismus

schaut man sich diverse Meldungen und Kommentare
über die aktuellen Vorkommnisse in China an, wird man irgendwie an vergangene Zeiten erinnert. Fatal ist allerdings, dass China nicht der erste Staat ist, der nationale Interessen benutzt, um sich ein Opfergewand über zuziehen. Im Falle einer Minderheit, der muslimischen Uriguren scheint es, zumindest bei der eigenen, fünften Kolonne, hervorragend zu funktionieren.
Man hat nun die Mehrheit der Han-Chinesen, die im Land der Uriguren ohnehin zahlenmäßig in der Überzahl sind, hinter sich. Interessant ist, daß man den Han Chinesen Glauben machen kann, sie seien Chinesen zweiter Klasse. Interessant ist auch, daß man augenscheinlich nicht in der Lage sein will, gegen den wütenden Han-Mob vorzugehen. Stattdessen wird die urigurische Minderheit für die Unruhen verantwortlich gemacht. Für Außenstehende ist ohnehin nur der Punkt nachvollziehbar, daß manin China Minderheiten regelrecht ausrotten, ein Milliardenvolk gleichschalten will. Bei der Mehrheit der Chinesen scheint es zu funktionieren, man lügt sich automatisch selbst in die Tasche. Nur die Opfer chinesischer nationaler Politik, den Uriguren und den Tibetern scheint dies nicht so ganz zu funktionieren. Derweil schaltet man nun eine Stufe weiter und kündigt, vollkommen nationalsozialistisch kommunistisch an, die Anführer der kleinen Rebellion werden hingerichtet. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass der chinesische Volksgerichtshof die chinesische Justiz mit Menschenleben genauso umgeht, als würde man sie in Auschwitz entsorgen. In 60 Jahren Kommunismus hat Peking schließlich genug Zeit zum lernen gehabt. Offenbar sind nur tote Uriguren gute Uriguren
Beunruhigend ist auch die Zahl der Todesopfer, die von den chinesischen Behörden nach oben korrigiert wurde. Eine Interpretation könnte sein, daß man nicht in der Lage ist, die Unruhen komplett zu vertuschen. Stattdessen wird offenbar versucht, den Spieß kurzerhand umzudrehen und die urigurische Minderheit zu Erzfeinden des friedliebenden freien chinesischen Volkes zu machen. Die Taktik hat man sehr schnell gewechselt, aber ob sich Han-China lange in der Opferrolle wälzen kann? Die ist sehr bequem, ist die Endlösung Urigurenfrage erledigt, also wenn man diese Minderheit gleichgeschalten hat, ist es wieder leicht, sich dem Taiwanesischen Problem zu widmen.
NachGedacht Info

ChromeOS - Der Windows-Wasser-Abgraber

So einfach, wie es sich die Presse vorstellt,
wird es sicherlich nicht sein, aber Googles erstes Betriebssystem wird sicherlich einigen Wirbel verursachen. Schon stellen sich die ersten Fragen, ob Googles Betriebssystem den Großen der Branche, gemeint ist Windows und Mac, tatsächlich das Wasser abgraben könnten. Die Antwort ist vorerst einfach: definitiv nein. Vorerst zumindest. Es dürfte klar sein, daß ChromeOS in den ersten Versionen ein Nischendasein führen wird, bevor es sich auf mobiler Hardware durchsetzen wird. Unklar ist auch, welchen Zwecken ChromeOS dienen wird, das wird sich heraus stellen, sobald es die Nutzer ausgiebig testen.
Ein Punkt ist allerdings noch zu klären. Ein Punkt, mit dem Google, zumindest in Deutschland arg zu kämpfen hat. Für Google wäre die Frage nach dem Datenschutz so etwas wie eine Gretchenfrage. Dieser Punkt wird in den ersten Monaten des real existierenden Betriebes des Google-Betriebssystemes sicherlich gehäuft diskutiert werden. Dem Vernehmen nach stösst das Betriebssystem auch bei einigen PC Herstellern aufd Interesse und der vermeintliche haupt-Konkurrent, nämlich Microsoft soll sich auffallend still verhalten. Eine mögliche Schockreaktion oder nur ein Abwarten?
Fakt ist, Chrome ist kostenlos, basiert auf Linux und wäre damit mehr als flexibel benutzbar. Zusätzliche Programme und Funktionen würden sich einfacher und günstiger programmieren lassen, als es Microsoft je könnte. Da ist auch noch die Frage der Sicherheit. Viren und Malware, wie man sie von Windowsrechnern kennt, dürften in einem Linux-Betriebssystem kaum funktionieren unddaher wäre auch ChromeOS sicherer. Die Frage, ob man auch auf die üblichen Sicherungsmaßnahmen wie SELinux vertraut, konnte Google bisher nicht beantworten.
Nico Luchsinger von der Neuen Züricher Zeitung relativiert ChromeOS allerdings noch etwas weiter. Zu Recht, immerhin muß man auch noch fragen, wie stabil ChromeOS sein wird. Es stellt sich die Frage, wie schnell und stabil das Google Betriebssystem sein und in welcher Form sich die Alltagstauglichkeit zeigen wird. Solange das nicht geschehen wird, gräbt ChromeOS Windows auch kein Wasser ab.
NachGedacht Info

Der Sonnenkönig ist tot, es lebe Kim Jong Il.

Monatelang hatte sich Nordkoreas Diktator
nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen, nun sind neue Bilder eines greisen, alten Mannes aufgetaucht.
Dabei ist nicht einmal sicher, ob Kim Jong Il überhaupt noch die Fäden in der Hand hält oder nur noch die Gallionsfigur einer kleinen Verschwörergruppe ist. Plausibel wäre es, würde Kim Jong Il, während er sich von den Folgen eines Schlaganfalles erholt, um komplizierte Vorgänge wie einen Atombombentest oder gar Hackerangriffe auf Feindesnetzwerke kümmern können?
Die Verantwortlichen, die dahinter stehen, können nicht anders als den Karren weiterhin vor die Wand zu fahren. Immerhin geht es hier um Verantwortung und die Vertuschung innenpolitischer Fehlentscheidungen der letzten 15 Jahre. Das Säbelrasseln des nordkoreanischen Militärs dient nur einem Zweck, nämlich vor dem Aus des Staates abzulenken und dabei so viel wie möglich vertuschen zu können. Es scheint beinahe so, als wenn Kim Jong Il der Sündenbock sein wird, auf den man alles schieben kann, was zu Lebzeiten verzapft wurde. Auch sein möglicher nachfolger, so undemokratisch wie möglich bestimmt, ob er es nun will oder nicht, wird nur zum Schein politische Macht in den Händen halten. In Wirklichkeit wird ein Nachfolger Kim Jong Ils nichts anderes darstellen als eine Marionette.
Die Zustände in Nordkorea erinnern ein wenig an eine Science Fiction Serie. Irgendwie erinnert Nordkorea an das verschlossene romulanische Imperium von Star Trek. Es ist allerdings unklar, ob Nordkoreaner und Romulaner wirklich etwas gemeinsam haben. Zumindest ist eines klar, die Romulaner mögen ebenfalls unberechenbar sein, aber sie haben ihr eigenes Volk nicht verhungern lassen. Kim Jong Ils Familie wird es auch weiterhin gut gehen, auch jenen, die ein Stück der Macht in den Händen halten. Der Rest wird entweder kompromisslos bis zum letzten Mann folgen oder versuchen zu überleben.
NachGedacht Info

Jacksons Beerdingungsparty - ein Update

Besser als in der Gruppe Abschied zu nehmen,
kann man nicht. Vor allem, wenn es sich um Michael Jackson dreht. Die Trauerfeier ist in vollem Gange, jede Größe im Musikgeschäft, die etwas zu sagen hat, meldet sich zu Wort. Interessant sind auch die Zahlen, mit denen der King of Pop nach seinem Ableben aufwarten kann. So ist bekannt geworden, daß nach seinem Tod innerhalb weniger Tage der Download seiner Songs von weltweit 48.000 auf etwa 2,4 Millionen gestiegen sein soll. Auch seine Alben feiern in den weltweiten Charts Wiederauferstehung.
Michael Jackson wird noch sehr lange in Erinnerung bleiben, es gibt kaum ein Mensch, der mit diesem Namen nichts anzufangen weiß. Michael Jacksons Tod scheint die Menschen mehr zu beschäftigen, als es Lady Di jemals konnte. Die Trauerfeier der Ex-Schwiegertochter der Queen war sehr bewegend, Michael Jacksons Abschiedsparty hingegen ist eine vollkommen andere Liga. Jackson wird die Menschen auch noch sehr lange nach seinem Tod beschäftigen. Vor allem der ewige Moonwalk dürfte zu einigen weiteren Ehren kommen. Btw, was wird nun eigentlich aus den unzähligen Jacko-Imitatoren? Werden sie arbeitslos oder geht die Arbeit, dem King zu Ehren, erst richtig los? Moonwalk- und Jacko-Wettbewerbe werden schon bald den besten Jackson-Imitator küren, so, wie es seit mehr als dreißig Jahren bei Elvis der Fall ist.
Der King lebt also weiter.
NachGedacht Info

Israel und die Bombe - Oder Amerikas neue Friedfertigkeit

Wie man es drehen und wenden will
meistens sagt man das falsche oder man tut es einfach, aus voller Überzeugung.
Der US-Vizepräsident Joe Biden ist ein eines dieser unangenehmen Fettnäpfchen getreten, auch wenn er seinem Chef damitnicht sonderlich in Bedrängnis gebracht hat, immerhin konnte das US-Aussenministerium die Aussage Bidens, dass die USA nichts gegen einen israelischen Angriff gegen den Iran einzuwenden hätte, relativieren. Es zeigt aber, wie es hinter den Kulissen des Weissen Hauses rattert und dieser kleine Patzer beleuchtet ein wenig die Politikmaschine Obama.
Man ist bemüht, eine klare Linie zu zeigen, eine einheitliche Front. Das seltsame Schweigen von US-Aussenministerin Clinton und die Korrektur der Aussage des Vizepräsidenten zeigt aber auch, mit welcher Kraft Präsident Obama sein Team im Griff zu haben scheint. Man ist bemüht, diplomatisch zu agieren und die Handlungsweisen der Vergangenheit generell außen vor zu lassen. Die Frage ist allerdings, ob militärische Gewalt für Präsident Obama überhaupt eine Option ist, um den Iran in seine Schranken zu weisen. Es könnte allerdings auch heißen, daß man nicht nur keinen Willen, sondern auch keine militärischen Kräfte hat, um sie an den Mullahstaat zu binden. Betrachtet man es aus dieser Richtung, so hat Vizepräsident Biden eine möglicherweise fatale Schwäche in der US-Kriegsmaschinerie aufgezeigt, man kann sich eben nur, und das mit letzter Kraft, auf einen Kriegsschauplatz konzentrieren.
NachGedacht Info

Möllemanns trauriges Erbe - Die Millionenstrafe

Das ist nicht etwa Gold oder schlaue, niedergeschriebene Worte, sondern eine Strafe, mit welcher die FDP nun zu kämpfen hat.

Es geht um nicht weniger als 4,3 Millionen Euro, die den Liberalen aufgebrummt wurden und gegen die nun geklagt werden sollen. Mit der Strafe ahndete der Bundestagspräsident Verstöße gegen das Parteiengesetz durch die NRW-FDP unter ihrem damaligen Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann. Es geht um Geldbeträge, die Möllemann scheibchenweise in die Kassen der FDP geschmuggelt haben soll. Man will ja nicht die Strafe insgesamt weg-klagen, immerhin aber soll die Summe nach unten korrigiert werden. 2,6 Millionen Euro hält man demnach für angemessen. Nicht so jedenfalls die FDP.Ob die Klage gegen den Bundestagspräsidenten Erfolg hat, ist ohnehin zweifelhaft, man darf gespannt sein.
Dennoch ist die Summe gering gegen jene, die bereits in der Vergangenheit von Parteien berappt werden mussten. Interessant ist auch der Punkt, dass man sich ausgerechnet mit der Strafzahlung bis ins jahr 2009 Zeit gelassen hat. Immerhin ist die Zahlung derartiger Summen, auch wenn sie die FDP nicht an den Rand des finanziellen Ruins bringt, im »Superwahljahr« ein Desaster. Im bevölkerungsreichsten Bundesland wäre damit eine politische Kraft im Bundestagswahlkampf wesentlich geschwächt.
NachGedacht Info

Jackomania - Feiern wir die Beerdigungsparty?

Mehr als eine Milliarde Menschen
sollen der Trauerfeier um Michael Jackson weltweit beiwohnen. Klar ist hierbei, der King of Pop hat seinen Abgang beinahe akribisch geplant und wie es scheint, nichts dem Zufall überlassen.
Der Sender Deluxe Music überträgt bereits den ganzen Tag die neuesten Informationen zur Trauerfeier um Michael Jackson. Demnach muss weltweit ein teilweise chaotischer Run auf die Stätte der Trauerfeier stattfinden, es wurde berichtet, daß einige der Fans, die an der Teilnahme der Trauerfeier berechtigt waren, überhaupt nicht in der Lage gewesen sein sollen, Kalifornien rechtzeitig mit dem Flugzeug zu erreichen.
Klar ist auch, dass die Beerdigung des 50jähringen Sängers eine gigantische Geldmaschine darstellt, die vielleicht sogar seinen Schuldenberg abträgt und den Hinterbliebenen einen immensen Gewinn beschehrt. Unklar ist bisher, wer genau in welcher Weise vom Tode Michael Jacksons profitiert und wer leer ausgeht. Die Beerdingung und die Feierlichkeiten aus der Schublade werfen allerdings auch neue Fragen auf, Fragen, die bisher niemand gestellt hat. So wäre es interessant zu erfahren, wer genau und wann die Zeremonie geplant und entworfen hat.

NachGedacht Info

Der urigurische Genozid in China

Die ganze Welt starrt auf China
und muß tatenlos zuschauen, wie ein Volk im Reich der Mitte niedergeknüppelt wird. Es kommen einige Erinnerungen hoch, an den Platz des himmlischen Friedens und es gibt einige Parallelen zum Massaker vor 20 Jahren.
Bisher sollen es über 150 Todesopfer gegeben haben und bei Massenverhaftungen sollen über 1400 Personen inhaftiert worden sein. Für die Ausschreitungen macht man sich gegenseitig verantwortlich, einerseits beschuldigt der Uigurische Weltkongress die chinesische Regierung, die Ausschreitungen zu forcieren, andererseits macht die Regierung in Peking die im Exil lebenden Uriguren für die Ausschreitungen verantwortlich. Kann es nicht einfach noch etwas anders sein? Ria Novosti berichtete vom Tod zweier urigurischen Fabrikarbeiter, die der Grund für die Demonstrationen sein sollen. Es gibt noch einen anderen, plausibleren Grund, für den China selbst verantwortlich ist.
Bekannt ist, dass die Uriguren von der chinesischen Regierung verfolgt und auf eigenem Territorium an die Wand gedrängt werden. Vor allem benutzt die chinesische Regierung die zahlenmäßige Übermacht der Han Chinesen, um die muslimische Minderheit an den Rand zu drängen. Interessant ist, auf welche Weise man in Peking es offensichtlich versteht, die ausländische Presse, mitunter unterschwellig für sich arbeiten zu lassen. Der Artikel der Seite Noows.de liest sich beinahe, als hätte ihn die chinesische Nachrichtenagentur selbst verfasst. Hat diechinesische Bereitschaftspolizei wirklich nur randalierende Muslime vermöbelt, die vor ausländischen Journalisten protestieren wollten? Kein Wort darüber, dass Amnesty International Aufklärung von der chinesischen Regierung verlangt.
Vollkommen anders liest sich die Meldung von Tagesschau.de Dabei sollte auch klar sein, daß die Zahlen über die Ausschreitungen wahrscheinlich weitaus höher liegen können und die meisten Fakten über die gewalttätigen Proteste der zensur zum Opfer gefallen sind.
Was bisher niemand bedacht hatte ist der Punkt, daß China sich mit Hilfe der Gruppe der Han Chinesen der uriguren zu entledigen versucht. Die ethnische Minderheit soll, so scheint es, still und leise »Überrannt« werden, nur hat niemand in Peking damit gerechnet, daß sich die Uriguren auf derart lautstarke Weise Gehör verschaffen. Man könnte den Hintergrund der Proteste beinahe als Genozid bezeichnen. Es ist ein Vorgang, der so schleichend und leise voran schreitet, daß auch niemand auf die Idee kommen könnte, die Uriguren würden aus der chinesischen Gesellschaft entfernt.
Rebiya Kadeer, Vorsitzende des Uigurischen Weltkongresses macht den Genozid deutlich: Sie zerstören unsere Kultur. Der urigurische Streit ist mittlerweile auch bei Wikipedia angekommen, in dem die Neutralität eines Artikels über Rebiya Kadeer angezweifelt wird. Parallel dazu fällt manchem nicht sonderlich auf, daß die urigurischen Proteste von Seiten der chinesischen Regierung mit den abenteuerlichsten Begründungen kriminalisiert werden. Ebenso die tibetanischen Freiheitsbemühungen, die neben den urigurischen Protesten an Brisanz und Aktualität nichts eingebüßt haben.
Gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Tibet, Armenien und Uriguren? Nein, in allen Fällen wird das Contra sehr hart bestraft.
NachGedacht Info

Ein neuer Blog

und das Schreiben geht weiter.

NachGedacht.Info

Der andere Blick auf den Eiertanz der Welt

Aktuelle Beiträge

Australien brennt...
... lassen wir es doch noch eine Weile brennen. Oder...
nachgedacht - 15. Jan, 19:15
Nur der HSV!
Recht haben die, denen der Trubel um Jatta, mit Verlaub,...
nachgedacht - 25. Aug, 21:26
Nein! Doch! Wirklich?...
Medial hat man sich sehr gut auf den HSV eingeschossen. Und...
nachgedacht - 9. Aug, 15:18
Und nun? Alles auf Anfang?
Lange Zeit hat dieser Blog geschlummert und niemanden...
nachgedacht - 8. Aug, 19:42
West Wing Week
Wer unter Ex-Präsident Barack Obama Einblicke in die...
nachgedacht - 23. Jan, 22:52

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Counter


blogoscoop

kostenloser Counter

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
blogoscoop

Credits

Status

Online seit 5899 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jan, 19:15

Archiv

August 2025
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Impressum

Bei Fragen an:
a d m i n [ a t ] n a c h g e d a c h t [ p o i n t ] i n f o

Haftung

Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 (312 O 85/98, "Haftung für Links") hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Erstellung eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Gericht - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Daher distanziere ich mich hiermit vorsorglich von den Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Seite und aller anderen Seiten in diesem Verzeichnis. Diese Erklärung gilt für sämtliche Linksammlungen, die zur Zeit bestehen oder in Zukunft bestehen werden.

Amateurfunk
Blog des Tages
Bundesliga
Castingshows
China
Computer
Eurozone
Fernsehen
Fussball
Fussball WM 2010
Gastbeiträge
Gesellschaft
Gesundheit
HartzIV
Internet
Katastrophen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development